Tipps für Gründer: Informatives zum Sparen und Werben

(fwu – 5.3.20) Die Existenzgründung bringt viele Herausforderungen mit sich. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, gilt es die betrieblichen Ausgaben sinnvoll einzudämmen und das individuelle Angebot optimal zu bewerben. Nachfolgend Anregungen für einen effizienten Umgang mit finanziellen Mitteln.

Coworking Spaces für kreativen Austausch

Die Miete für ein eigenes Büros können sich viele Startups zunächst nicht leisten. Gleichzeitig gibt es viele Unternehmer, die auch nach Jahren erfolgreicher Selbstständigkeit keine Lust haben allein in einem Büroraum zu sitzen. Der Grund sind die Vorzüge modern eingerichteter Coworking Spaces, die sowohl Neulingen als auch etablierten, kreativen Köpfen als Basis für ihre Tätigkeit dienen. Besonders Startups, digitale Nomaden und Freiberufler wählen das Konzept von Coworking, um ihre Kosten auf einem niedrigen Niveau zu halten. Dabei können Büro-Arbeitsplätze zur Realisierung gemeinsamer Projekte gemietet werden oder völlig unabhängig von unterschiedlichen Mietern. Hohe Kostentransparenz, Flexibilität, geringe Mietkosten und die lockere Atmosphäre machen Coworking Spaces zur gefragten Alternative.

Sparen beim Geschäftskonto

Für die Abwicklung von Einnahmen und Ausgaben braucht es ein Geschäftskonto. Auf dieses Konto können beispielsweise Kunden fällige Rechnungsbeträge und Förderbanken Gründungszuschüsse überweisen. Betriebe nutzen es wiederum zur Zahlung von Gehältern und das Finanzamt zieht Vorauszahlungen ein. Die Suche nach einem passenden Kontomodell ist nicht einfach, da sich die Leistungen der Kreditinstitute massiv unterscheiden. Wie hoch die Kontoführungsgebühr ausfällt, wie viele Transaktionen kostenlos angeboten werden und welche Zahlungsoptionen für Kunden bereitstehen, muss geklärt werden. Gleiches gilt für den Service der Bank und potenzielle Zusatzkosten wie beispielsweise Gebühren für beleghafte Buchungen, Kontoauszüge oder Bargeldabhebungen. Die Redaktion von Verbraucher.eu hat die Gebühren und Leistungen beliebter Geschäftskonten für den schnellen Überblick arrangiert. Darunter sowohl Kontomodelle, die insbesondere für Bar-Einzahler und Freiberufler interessant sind als auch für Shop-Betreiber und diejenigen, die auf ein Buchhaltungsmanagement Wert legen. Grundsätzlich sind Gründer gut beraten auf Transparenz zu achten und unabhängige Vergleiche als Orientierung heranzuziehen. In erster Linie muss das Geschäftskonto ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen und den individuellen Ansprüchen gerecht werden.

Energie und Ausstattung

Sparpotenzial ergibt sich neben Miet- und Kontokosten im Bereich Energie und Ausstattung. Durch sparsame Ausleuchtung der Geschäftsräume und ein cleveres Heizverhalten lassen sich die monatlichen Ausgaben merkbar senken. Hinsichtlich der erforderlichen Büroausstattung sind Leasing-Angebote eine Überlegung wert. Statt sich direkt zu Beginn der Gründungsphase durch hohe Investitionen in Schulden zu stürzen, minimiert Leasing die aktuelle Belastung und bewahrt die Liquidität. Neben Computern, Smartphones und Laptops lassen sich Büromöbel und viele andere Produkte über Leasing finanzieren. Entscheidend ist allerdings, dass sich Gründer die Gesamtkosten bewusst machen und Angebote kritisch prüfen.

Werbeartikel clever einsetzen und nachhaltig profitieren

Ob bedruckte Tassen, Kugelschreiber oder Einkaufstaschen: Werbegeschenke kommen bei Kunden immer gut an und bringen einen nicht zu unterschätzenden Langzeiteffekt mit sich: Da die Artikel von Empfängern über einen längeren Zeitraum verwendet werden, sind Logos und Werbebotschaften dauerhaft präsent. Das fördert den Wiedererkennungswert einer Marke. Voraussetzung für positive Effekte ist eine hohe Qualität der Werbeartikel. Minderwertige Ware sorgt schließlich dafür, dass Verbraucher das Startup mit Qualitätseinbußen assoziieren.

Werbegeschenke sollten aber nicht nur bezüglich der verwendeten Materialien und ihrer Verarbeitung überzeugen. Auch die Bedruckung muss den täglichen Strapazen standhalten, um dauerhaft Aufmerksamkeit zu erregen. Gezielte Fragestellungen (siehe Beitrag von riesa-lokal.de) helfen bei der Ermittlung passender Produkte. Praktische Tipps zu Auswahl und Verwendung:

  • Im Idealfall steht der favorisierte Artikel konkret mit dem Unternehmen in Verbindung. Ein Regenschirm mit raffinierter Botschaft, der beispielsweise aus dem gleichen, innovativen Material besteht wie die Regenbekleidung des Startups, repräsentiert die eigentlichen Produkte hervorragend: Er schützt vor Nässe und ist ein praktischer Helfer im Alltag.

  • Die Kosten für Werbeartikel dürfen trotz Qualitätsanspruch nicht überhandnehmen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss stimmen.

  • Gute Plattformen zum Verteilen sind Messen, Eröffnungsfeiern und Gewinnspiele.

Preiswerte Werbung auf Facebook und Instagram

Gründer, die möglichst zielgruppengenau und günstig Werbung schalten möchten, sind beim sozialen Netzwerk Facebook genau richtig. Werbekampagnen lassen sich dort ohne Fachkenntnisse an die gewünschte Zielgruppe anpassen und die Werbekosten halten sich stark in Grenzen. Zudem gelingt die Kostenkontrolle spielend. Keinesfalls zu vernachlässigen, ist das Potenzial von Instagram. Wie die gleichnamige Social-Media-Verwaltungsplattform in ihrem Blog unter hootsuite.com bestätigt, nutzen jeden Monat über eine Milliarde Menschen Instagram, „und das mit Engagement-Raten, die sowohl die von Facebook wie die von Twitter blass aussehen lassen.“ Gemeint ist damit die Anzahl an Interaktion (Reaktionen) von Inhalten im Verhältnis zur Reichweite. Im Ratgeber des Social-Media-Verwalters erfahren Gründer, was Instagram Ads sind, was diese kosten und wie sich ein bedarfsgerechtes Anzeigenformat ermitteln lässt.

Bild: pixabay.com (Webster2703)

Kurz URL: https://www.riesa-lokal.de/?p=22969

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