Hochwasserschutz in Gröba kommt in Gang

 

"Erster Baggeraushub" in Riesa-Gröba (Foto: Stadt Riesa)

„Erster Baggeraushub“ in Riesa-Gröba (Foto: Stadt Riesa)

(Riesa, 14.8.2014) Es hat lange gedauert, manchem, der zwischenzeitlich wieder mit Sack und Pack abgesoffen war, sogar zu lange.

Aber nun scheinen alle bürokratischen und naturschutzrechtlichen Hürden überwunden und er kommt, der hoffentlich wirksame Hochwasserschutz für Riesa-Gröba.

Mit „großem Bahnhof“, der Umweltminister Kupfer war persönlich da, kam es in der vergangenen Woche zum ersten Spatenstich (Baggeraushub).

Die rund 2 Kilometer lange Hochwasserschutzlinie wird über 10. Mio. Euro kosten und von der Bundesstraße 182 entlang des Alten Hafens, dann parallel zur Elbe, hinter die kommunale Kläranlage bis zur Steinstraße verlaufen.

 Am Nordufer des Hafens von der Stehlaer Straße bis zur Schlossbrücke ist als Hochwasserschutzanlage eine etwa 700 Meter lange Spundwand vorgesehen. Sie wird in den bestehenden Deich eingebracht. Die Stahlspundwand wird mit Ankern im Erdreich fixiert.

Auf der Landseite entsteht direkt hinter der Wand ein Kontroll- und Unterhaltungsweg. Er wird im Bereich des Schlosses Gröba als Fußweg öffentlich zugänglich gemacht. Dazu werden zwei Treppenanlagen instandgesetzt bzw. neu gebaut.

 Von der Schlossbrücke bis zum nördlichen Ende der Kläranlage Riesa  entlang der Elbe wird die Hochwasserschutzlinie im Verlauf der alten Deichlinie gebaut.

Auch hier ist auf einer Länge von etwa 500 Metern eine Hochwasserschutzwand als teilweise angeschüttete Stahlspundwand geplant, hinter der ein Unterhaltungsweg liegt. Dieser kann dann zwischen der Schlossbrücke und der Kirchstraße als Teil des Elberadweges öffentlich genutzt werden. Außerdem wird die Zufahrt von der Kirchstraße zur Elbe neu gestaltet. Hier entsteht eine Deichscharte, die bei Hochwasser verschlossen wird.

 Im nördlichen Abschnitt der Hochwasserschutzanlage von der Kläranlage Riesa bis zur Steinstraße wird der alte Deich vollständig erneuert und erhöht. Dabei folgt die Trasse auf einer Länge von knapp 600 Metern dem ursprünglichen Deichverlauf.

Auf den letzten 100 Metern erhält der Deich eine neue Trasse. Er schließt dann auf Höhe der Oststraße an die Steinstraße an. In diesem Bereich wird der Altdeich vollständig zurückgebaut.

 Über die gesamte Deichlänge wird ein Deichverteidigungsweg angelegt. Er verläuft auf einer sogenannten Berme in der Deichböschung auf der Landseite. Die Flurenstraße erhält einen Durchlass (Deichscharte), der bei Hochwasser verschlossen wird.

Für das Wohngebiet, die Kirche, das Schloss Gröba, die Elbland Philharmonie Sachsen und die Kläranlage Riesa soll damit ein Schutz vor Hochwassern erreicht werden, wie sie statistisch einmal in einhundert Jahren eintreten.

(Quelle: Stadt Riesa) 

Kurz URL: http://www.riesa-lokal.de/?p=17493

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